Das ARTEMIS-Projekt schreitet zügig voran: Zwischenplenarsitzung beleuchtet Innovationen und Zusammenarbeit im Bereich der Kulturerbeforschung
Das ARTEMIS-Projekt schreitet zügig voran: Zwischenplenarsitzung beleuchtet Innovationen und Zusammenarbeit im Bereich der Kulturerbeforschung
Das ARTEMIS-Konsortium, zu dessen Partnern die öffentliche Organisation Pixelated Realities gehört, traf sich am 19. und 20. Juni in der historischen Stadt Lecce in Italien zu einer Zwischenplenarsitzung, die einen bedeutenden Schritt nach vorn für diese große europäische Forschungsinitiative darstellte. Die Veranstaltung, die nur wenige Monate nach dem offiziellen Start des Projekts im Februar stattfand, brachte Projektpartner, Technikexperten und Experten für Kulturerbe aus ganz Europa zusammen, um die Fortschritte zu bewerten und eine Strategie für die kommenden Monate zu entwickeln.
Vertreter der öffentlichen Organisation „Pixelated Realities“ und andere Partner schlossen sich den Koordinatoren Franco Niccolucci (wissenschaftlicher Koordinator) und Luca Pezzati (Projektkoordinator) an, die den Ton für die Zusammenarbeit angaben und über die erzielten Fortschritte berichteten. „Im sechsten Monat liegen wir nicht nur im Plan, sondern sogar vor dem Zeitplan“, sagte Franco Niccolucci den anwesenden Teilnehmern und bestätigte damit das Arbeitstempo von ARTEMIS.
Zu den wichtigsten Errungenschaften gehört die bahnbrechende Arbeit im Bereich der künstlichen Intelligenz: Die Forscher haben neue Ansätze für KI vorgestellt, die Texte automatisch scannen und strukturierte Annotationen extrahieren können, die mit internationalen Ontologien kompatibel sind. Diese Innovation ermöglicht die schnelle Erstellung erweiterter Metadaten für digitalisierte Dokumente und bietet Wissenschaftlern und Fachleuten im Bereich des kulturellen Erbes ein transformatives Werkzeug, das den manuellen Arbeitsaufwand erheblich reduziert und den Zugang zu Forschungsergebnissen beschleunigt.
„Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Pilotanwendungen universell für verschiedene Anwendungsfälle einsetzbar sein werden, sodass sie nicht nur auf ein bestimmtes Kulturerbeobjekt angewendet werden können, sondern auch eine neue Lösung darstellen. Wir sehen hier viele Möglichkeiten, ukrainische Interessengruppen einzubeziehen“, so Fedir Boitsov, Vorsitzender der öffentlichen Organisation Pixelated Realities.
Der Hauptteil des Treffens war technischen Neuerungen gewidmet: Die Teams stellten den aktuellen Stand der Einrichtung der digitalen Infrastruktur des Projekts vor und diskutierten die Einführung verschiedener Dienste zur Unterstützung der einzigartigen Mission von ARTEMIS. Aus den 33 Pilotstudien, die ursprünglich in die engere Auswahl gekommen waren, wurden nach einem sorgfältigen Auswahlverfahren 26 vielversprechende Pilotprojekte ausgewählt, die methodische Stringenz und die Einhaltung der allgemeinen Projektkriterien gewährleisten.
Das ARTEMIS-Team investiert erheblich in Schulungs- und Aufklärungsinitiativen, um eine breite Zugänglichkeit und Beteiligung zu gewährleisten. Die erste Sommerschule ist für Juni 2026 geplant und markiert den Beginn eines umfangreichen Bildungsprogramms. Um den Bedürfnissen verschiedener Zielgruppen gerecht zu werden, wird eine Reihe von Lehrmethoden eingesetzt, darunter Online-Handbücher, interaktive Workshops und Fachseminare, die unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen der verschiedenen Endnutzer entwickelt werden. Der Ansatz wird flexibel und anpassungsfähig sein, um eine maximale Wirkung und Zugänglichkeit in verschiedenen Sektoren zu gewährleisten.
Die öffentliche Organisation Pixelated Realities ist Partner des Konsortiums, das das Projekt ARTEMIS (im Rahmen des Programms Horizon Europe) umsetzt, dessen Ziel es ist, eine digitale Infrastruktur für die Erhaltung und Wiederherstellung des kulturellen Erbes unter Verwendung von 3D-Visualisierungstechnologien zu schaffen.


